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Cyberspasz

A. J. Weigoni & Tom Täger

Prekarier aller Länder - verkabelt Euch!

Sollte das Internet ein getreues Abbild einer Geistesverfassung sein, so fehlt den Menschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor allem eins: Ein Bewusstsein für die Realität. In »Cyberspasz, a real virtuality« schöpft A.J. Weigoni die Strategien des Erzählens aus, er untersucht wo die Grenzen von Fiktion liegen und wann die Wirklichkeit verschwimmt.

Zentral für den Komponisten Tom Täger sind Stimme und Sprache, es geht ihm nicht um ein Abbildungsverhältnis, sondern eher um einen strukturellen Ausgangspunkt, um ein Material, mit dem er experimentiert. Täger setzt sich nicht mit Papier und Bleistift vor ein Blatt Notenpapier, schreibt Musik und denkt darüber nach; er ist ein Praktiker, der Instrumente spielt und in seinem Tonstudio an der Ruhr einen Klang erzeugt und Tonfolgen erfindet.

Forscher im Bereich der künstlichen Intelligenz setzen darauf, daß Computer von den Millionen Netzsurfern endlich erfahren, wie Menschen denken, um zu lernen, wie Menschen zu denken. Erst wenn uns die Computerprogramme das Denken abnehmen, erscheinen Zweifel angebracht. Ob real-time-writing funktionieren wird, wie Collaborative in die Gänge kommt und ob Hypertext wirklich die Rache der Literatur am TV ist, wird sich noch erweisen ... Der 'virtual reality' ziehen Weigoni und Täger in »Cyberspasz« die reale Virtualität der Poesie vor und plädieren für die Veränderbarkeit der Welt.

Matthias Hagedorn

Der volle Track als

MP3-Track
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